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Dr. Susanne Meuser
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Vorab:                                         Völkerführung & was tu ich mit dem Schwarm

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Völkerführung und Schwarmbehandlung

 

Über Völkerführung kann man viel diskutieren. Es gibt gefühlt so viele Strategien wie es Imker gibt – oder mehr. Ein großer Teil der Völkerführung wird vom Beutentyp und der Bienenrasse diktiert. Egal nach welcher Philosophie man Bienen hält, das Ziel sollte immer sein, gesunde Bienenvölker zu beherbergen.

Grundsätzlich haben Bienenvölker als Organismus Bien ein gutes eigenes Immunsystem. Manchmal aber, oft durch menschliches Zutun, wird dieses Immunsystem löchrig und der Bien benötigt unsere gesundheitliche Unterstützung. In Bezug auf Brutkrankheiten und Darmkrankheiten betrifft dies zuvorderst die Waben- und Beutenhygiene und die Standortwahl. (Eine ausführliche Übersicht über Bienenkrankheiten findet sich auf der Hompage der Bayrischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau unter www.lwg.bayern.de/bienen/) In Bezug auf Varroa betrifft dies die ordentliche Bekämpfung des Parasiten:

 

Das betrifft Muttervölker, Jungvölker/Brutableger und Schwärme


Muttervölker werden im Anschluss an die letzte Honigernte nach dem Varroakonzept der Bieneninstitute mit veterinärmedizinisch zugelassenen Varroaziden behandelt. Wabenbau wird stetig erneuert, bei Gabe von Mittelwänden empfiehlt sich ein eigener Wachskreislauf. Beuten werden regelmäßig grundgereinigt. Ein weiterer Gesichtspunkt ist es, mit möglichst jungen Königinnen zu arbeiten. Dreijährige Königinnen haben ein erhöhtes Überwinterungsrisiko.
Jungvölker aus Brutablegern werden im brutfreien Zustand, nach Erneuerung des Wabenbaus, aber spätestens drei Tage vor der Verdeckelung der neuen Brut, mit Milchsäuresprühung behandelt, um die aufsitzenden Milben zu eliminieren. Die Sprühung erfolgt mit 15%iger Milchsäure direkt auf die Bienen, bis sie feucht benetzt sind. Zweimal hintereinander im Abstand von 3-5 Tagen. Im Sommer vor der Endeinfütterung folgt dann eine Standardentmilbung mit veterinärmedizinisch zugelassenen Varroaziden.
Schwärme, die nicht aus dem eigenen Bestand stammen, sind potenzielle Krankheitsüberträger. Deshalb müssen sie entsprechend der Bienenseuchenverordnung in desinfizierte Beuten eingeschlagen werden. Um ganz sicher zu gehen am besten nach dem offenen Kunstschwarmverfahren und eine Varroabehandlung ist dringendst zu empfehlen. Das offene Kunstschwarmverfahren beinhaltet, dass der eingeschlagene Schwarm/Kunstschwarm drei Tage in einer leeren Beute ohne Wachsbau hungert. Die Bienen dürfen fliegen (die Königin sollte man käfigen), bekommen aber keine Zufütterung. Nach drei Tagen werden die Bienen in eine saubere Beute mit Mittelwandrähmchen gesetzt und gefüttert. Wenn sich der Schwarm auf den Mittelwänden mit beginnendem Wabenneubau etabliert hat sprüht man mit Beginn der Eiablage zweimal hintereinander im Abstand von 2-5 Tagen 15%ige Milchsäure. Im Sommer wird standardentmilbt mit veterinärmedizinisch zugelassenen Varroaziden. Sollte der Schwarm ausreichend Tracht gefunden haben, so dass eine Honigernte zustande kommt, muss erst der Honig geerntet sein! Auch: Ist die Schwarmkönigin nicht markiert, sollte man die Bienen mit der neuen, eigenen Brut umweiseln lassen oder vor Eiablage eine neue Königin zusetzen.

Wenn der Schwarm erfolgreich etabliert ist, meldet man den Vorgang mit einer Kurznachricht (Ort des Schwarmeinfangs, Adresse des aktuellen Standortes, HIT Nummer) dem Veterinäramt (www.saarland.de/lav.htm ).

Entsprechende rechtliche Grundlagen finden sich als Bienenseuchenverordnung, und saarländische Allgemeinverfügung zum Schutz der Bienenbestände 2015 im Downloadbereich des Landesverbandes Saarländischer Imker e.V.:

www.saarlandimker.de

 

Übrigens:
Schon den Infobrief des Bieneninstitutes Mayen abonniert? Nein? Dann wird es höchste Zeit! So verpasst man keine wichtigen Bienentermine mehr und ist immer auf dem Laufenden, auch wenn man 'Bienen&Natur' nicht abonniert: www.bienenkunde.rlp.de

 

 

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© Glückliche Bienen, Dr. Susanne Meuser