Hier finden Sie 'Meusersbienchen'

Dr. Susanne Meuser
Justus-von-Liebig-Str. 19
66346 Püttlingen - OT Köllerbach

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Honig- und Nachhaltigkeitsprojekt Projekt Campus Honig Universität des Saarlandes

 

Meine Bienen produzieren den Honig nicht nur für den Verkauf in meiner eigenen Imkerei, sondern auch für die Bereitstellung in verschiedenen Projekten. Ein buntes Kleeblatt mit vier Blättern: Schloßhonig, Campus Honig, Maybach Honig, Honig mit personalisierten Etiketten.

 

 

 

Der Campus Honig ist das süße Produkt einer Kooperation des Präsidiums, des ZHMB Zoologie/Physiologie, des Studentenwerkes und des AStA der Universität des Saarlandes (UdS). Verkauft wird er ausschließlich über das Studentenwerk der UdS, das auch für das Etikett auf den in der Imkerei Meuser abgefüllten Gläsern verantwortlich ist. Mit besonderen Gästen des Präsidenten der Universität reist der Honig als Geschenk in die Welt.
Produziert wird der Honig unter meiner führenden Begleitung ehrenamtlich von den ‚Meuserschen‘ Honigbienen, die auch als meine Lehrkolleginnen den Imkerschülerinnen und -schülern meiner Imkerkurse an der Universität das Bienenwesen vermitteln. Den finanziellen Rückhalt findet das Honigprojekt bei unserem Studentenwerk und dem AStA, die örtlichen Gegebenheiten stellt der Präsident zur Verfügung. Der Honig fließt als Gegenleistung ausschließlich an diese drei.

Besonderheiten des Etiketts: Das Etikett wird vom Studentenwerk entworfen, produziert und verantwortet. Der Gewährverschluss ist eine 5-Cent-Spendenmarke des netzwerkes Blühende Landschaften. Diese Organisation setzt sich insbesondere für die Erhaltung und Gestaltung bienengerechter Natur ein. Wir unterstützen sie mit dem Erwerb und der Verwendung des Siegels.

 

Ich hole hier ein wenig aus, um die Geschichte der Bienen auf dem Saarbrücker Universitätscampus zu erzählen:

Die Honigbiene hat an der Universität des Saarlandes eine lange Geschichte. Schon 1963, im zweiten Gründungsjahrzehnt der Universität, übernahm Herr Prof. Dr. Geza Altmann eine Professur für Zoologie auf dem Campus Saarbrücken. Mit ihm zogen die Honigbienen ein, denn eines der Hauptforschungsgebiete von Prof. Altmann  – habilitiert hatte er 1956 über die „innere Sekretion bei  Insekten“ – war die Apidologie, die Kunde von der Honigbiene. Eigens für ihre Haltung gab es auf dem Campus ein Bienenhaus. Neben der Bienenforschung beschäftigte sich die Arbeitsgruppe aber auch mit veterinäramtlichen Bienenbelangen. In den 70er Jahren kam die asiatische Varroamilbe in Deutschland an und schädigte die Bienenvölker massiv. Man musste lernen, wie man diesen Honigbienenparasiten eindämmen kann. Das war keine leichte Aufgabe, denn unsere westliche Honigbiene wurde zum Wirt eines Parasiten, mit dem sie in der Evolution bisher nicht in Kontakt gekommen war. Bis zu Prof. Altmanns Emeritierung 1988 griff das Institut den saarländischen Bienenhaltern helfend unter die Arme. Auch Prof. Dr. Werner Nachtigall beschäftigte sich bis zu seiner Emeritierung 2002 in seinen Schriften über das Phänomen Flug und die Anfänge der Bionik mit dem Thema Honigbiene. 2003 wurde der Fachbereich Zoologie umstrukturiert.  Im Endergebnis brachte dies die Honigbienen wieder an die Universität, in den Botanischen Garten. Seit 2003 fliegen sie hier im Dienste der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Uli Müller für die Forschungsarbeit über das Lernen und Gedächtnis der Honigbiene. Grundlagen und Zusammenhänge der Lern- und Verhaltensstrukturen werden auf zellulärer und molekularer Ebene erforscht.  In der Lehre sind Bienen als Insekten Bestandteile der zoologischen Exkursionen, die Physiologie der Honigbiene ist Gegenstand einiger Aufbaupraktika. Und der seit 2003 fließende 'Schlaue Honig' ist natürlich bei den Mitarbeitenden und Studierenden auch beliebt.
Dem Zeitgeist entsprechend stehen die Forschungs- Bienenvölker nicht mehr in einem Bienenhaus, sondern frei auf für die Öffentlichkeit nicht zugänglichem Betriebsgelände. Die für die Bienen lebenswichtige Imkerarbeit übernahm von 2003 bis zu ihrer Rente Frau Angelika Gardezi. Heute begleite ich die Tiere.  Aber schon seit meinem beruflichen Eintritt als WiMi 2007 habe ich meine Bienenliebe in meinen Lehrtätigkeitsbereich hineingetragen und zudem unsere Unihonigbienen im schulischen Bereich und in der Öffentlichkeit präsentiert. Daraus, aus meiner privaten Imkerei, aus der Tätigkeit im Landesverband der Saarländischen Imker und meiner Freizeitdozententätigkeit in Imkerkursen ergab sich für mich 2018 der Wunsch, einen Lehrbienenstand an der UdS Saarbrücken zu etablieren. Dies traf auf den Boden der Nachhaltigkeitsbemühungen auf dem Campus. Aus der Zusammenarbeit Präsidium, ZHMB Zoologie/Physiologie, Studentenwerk und AStA entstanden die nach außen sichtbaren Früchte ‚Bienenschulung‘ und ‚Campus-Honig‘. Im Frühjahr 2019 startete der erste Imkerkurs für Studierende der UdS und für Saarländerinnen und Saarländer, die nicht an der Uni eingeschrieben sind. Es ergab sich eine sehr produktive Mischung an Teilnehmenden. Der jüngste Teilnehmer war 11 Jahre alt, womit sich der Altersdurchschnitt bei ungefähr 30 bewegte. Für die Imkerei und den Naturschutz eine sehr erfreuliche Altersbilanz in Hinsicht auf die Nachwuchsbildung. Für die Uni, mit ZHMB, Studentenwerk und AStA als ihre Teile, eine wunderbare Öffentlichkeitspräsentation. Die immatrikulierten Studierenden erhielten am Ende des Kurses eine finanzielle Unterstützung von AStA und Zoologie. Damit wurde ihr freizeitliches Engagement besonders gewürdigt. Ich habe meine Lehrtätigkeit und die Bienenarbeit in diesem Rahmen außerordentlich genossen. Auch möchte ich in diesem Rahmen meine Bienenvölker durchaus als Botschafterinnen für die Insektenwelt und Vermittlerinnen der Komplexität der Natur betrachten.

 

Weitere Kleeblätter: Schloßhonig, Maybach-Honig, Honig mit gewidmeten Etiketten - auf den entsprechenden Seiten

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© Glückliche Bienen, Dr. Susanne Meuser