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Dr. Susanne Meuser
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Ethisches - Bienenethisches

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Du liest diese Überschrift, ich sehe in Deinem Gesicht Fragezeichen und auch ein wenig Neugier - das freut mich!

 

Schau Dir dieses Geschöpf an. Es ist wie alle Insekten wunderschön.

 

Schau Dir das Bild aus der Kulturlandschaft unten an. Menschgeformt, ein Ergebnis unserer Geschichte, unserer Kultur, unseres Lebens und unserer Ansprüche an dieses Leben.

 

In der letzten Decade hat sich vieles aus dem Fachbereich Naturschutz auf die Honigbiene konzentriert. Sie ist die Spitze eines Eisbergs, ein privilegiertes Wesen, das in Deutschland (und weltweit) den Schutz durch die Gemeinschaft der Imker erfährt - sollte man meinen. Anders als ihre großen und kleinen Schwestern (Wildbienen  - Hummeln sind dabei aber nochmal ein anderes Blatt) und Cousinen (Wespen und Ameisen) ist die Honigbiene domestiziert und gut erforscht, wenn auch immer noch nicht voll verstanden.

 

Wir als Imker gliedern uns in die vorhandene Kulturlandschaft ein und sollten IMMER den positiven Dialog mit den Landwirten suchen! Warum? Die Landwirte bewirtschaften, wie die Berufsbezeichnung schon sagt, unsere Landschaft zu unserem Nutzen, nämlich zur Erzeugung unserer Lebensmittel. Dabei sollen immer weniger Landwirte auf einer stetig schrumpfenden Fläche immer mehr Lebensmittel erzeugen, die aber im Verkauf einen Dumpingpreis nicht überschreiten dürfen. Diese Lebensmittel kommen dann 'ansehnlich' verpackt in Plastik in die Geschäfte und müssen alle gleichförmig, ebenmäßig, ewig haltbar sein. Das ist ein Unterfangen, das seinen Preis hat. Einen, den wiederum gefühlt jeder anprangert: Unsere Lebensmittel sind nicht naturrein. Sie sind im Rahmen der Lebensmittelschwellenwerte belastet. Bringt uns das dazu, umzudenken, umzukehren? Mit nichten.

 

Und dennoch: Wir erwarten, dass sich der Landwirt an alle gefühlten 1.450.000 Regelungen hält, immer treu und redlich in unseren Diensten. Und was tun wir - wir Imker auf dieser Homepage? Nun, wir glauben in vielen Fällen, wir gehörten nicht dazu. Wir stellen z.B. unsere Bienen in den Raps - zu geschätzt 80 % unter Wahrung der Etikette und der Regeln. Aber die 20% Ausreißer machen das Bild! :

 

Ja, der Landwirt erzielt mehr Ertrag mit Bienen an seinem Rapsfeld, das berechtigt aber noch lange nicht zu Guerrilla-Imkerei: Bevor man Bienen wandert, sind Regeln zu befolgen, die auch gesetzlich festgelegt sind (Bienenseuchenverordnung/Allgemeinverfügung Saarland.......Link folgt...). Ein zeitweilig eingerichteter Bienenstand (Wandern) muss mit dem Bewirtschafter und/oder dem Eigentümer des Zielortes abgestimmt sein. Eine sog. Wanderbescheinigung muss vorliegen, die Wanderbewegung muss dem Veterinäramt zur Kenntnis gebracht worden sein. Der kurzfristig eingerichtete Bienenstand muss im Saarland mit Namen und Adresse des Bienenhalters von Entfernung lesbar ausgestattet sein. Dazu empfiehlt der Landesverband und der gesunde Menschenverstand, dass man HIT-Nummer und Telefonnummer angibt!!! Warum: Gerade im Raps kann es notwendig werden, Pflanzenmedikamente auszubringen, die den Bienen nicht wirklich zuträglich sind. Das kommt höchst selten vor, aber: Wer dann vom Landwirt nicht erreichbar ist, weil der nicht weiss, wer seine Bienenvölker da in seine Kultur gestellt hat, ist selber schuld. Und generell für jede Wanderbewegung gilt: Anmelden, Wanderbescheinigung, Absprache mit den Grundbesitzern/Grundbewirtschaftenden, Auszeichnung des Wanderstandes. Ich will ja auch nicht am Morgen einfach so 'ne Kuh auf dem Balkon stehen haben oder das Schwein in meinen Möhren!

 

Fortsetzung folgt.

 

 

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© Glückliche Bienen, Dr. Susanne Meuser