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Dr. Susanne Meuser
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Frühjahr

 

 

Die Bienen im späten Winter: Januar/Februar/März

 

Bis zum Frühlingsanfang am 20. März mag das Wetter bisweilen zwar schon schön sein, die Bienen befinden sich aber noch in der Startphase. Deshalb ist das Fazit in dieser Zeit noch immer: Auf den Händen sitzen!

Wenn man sich jetzt durch unnötige Eingriffe in den Bienenstock die Königin rollt oder quetscht, haben die Bienen ein echtes Problem, das sie ohne Hilfe nicht mehr kompensieren können.

Ist noch keine Brut vorhanden, wird nach einer Weile Drohnenbrütigkeit entstehen: Eine oder mehrere Arbeiterin/en wird/werden ihre Eierstöcke in Betrieb nehmen. Das unterdrückende Königinnenpheromon fehlt. Da Arbeiterinnen aber niemals begattet worden sind, können aus den unbefruchteten Eiern nur Drohnen entstehen. Das Volk ist drohnen- oder buckelbrütig und dem Untergang geweiht, wenn die Imkerin, der Imker es nicht retten kann (Königin in Reserve, Brutwaben aus anderen Völkern, um bis in den Mai zu strecken oder Vereinigung mit einem weiselrichtigen Volk).
Ist schon Brut vorhanden, wird sich das Volk eine neue Königin schaffen, aber diese kann ja noch nicht begattet werden. Die ersten Drohnen, für welche die Königin ab Anfang März unbefruchtete Eier legt, brauchen in der Entwicklung mindestens 24 Tage, am Brutnestrand etwas länger. Dann brauchen sie 14 Tage bis 4 Wochen um geschlechtsreif zu werden. Und dann muss das Wetter noch drohnentauglich sein. Das heißt Mittagstemperaturen deutlich über 20°C werden gebraucht.

Naja, bis all diese Kriterien erfüllt sind, ist es mindestens Mitte April in guten Lagen, an kühleren Orten eher Mitte Mai. Der Verlust der Königin ist also wirklich kritisch).

Also Finger weg von den Bienen – außer einer der folgenden triftigen Gründe tritt ein:

-       Gewichtskontrolle durch Ankippen der Beute sagt „zu leicht“ = Futterkontrolle von innen und bei Bedarf notfüttern. Dabei reicht in der Regel aber auch schon der Blick unter die Folie von oben in die Wabengassen. Keine oder kleine Futterkränze sieht man auch ohne Wabenziehen. Diese Maßnahme kann durchaus lebensrettend sein.

-       Futterkranzprobenentnahme bei schönem Wetter im Februar = eine ehemals bebrütete Futterwabe am Rand des Brutnestes/der Traube gibt eine gute Probe her. Die Traube muss nicht gestört werden!

-       Ende Februar/Anfang März, alles blüht, aber kein Bienenflug bei schönem Wetter/kein Pollenflug = Kontrolle der Weiselrichtigkeit.

-       Verklebtes/verkotetes Flugloch oder gar verstopftes Flugloch = Kontrolle mit mindestens einem Blick unter die Folie. Bienen sind tot = BSV rufen.

Entsprechend gefolgert: Ist das Flugloch auch nach Regen in kurzer Zeit wieder sauber und trocken,  ventiliert das Volk und ist mit großer Wahrscheinlichkeit in Ordnung. Ein Zusatz:  Ich wohne im Saarland 270 m über dem Meeresspiegel. Hier hat es seit Jahren nicht mehr ordentlich geschneit oder eine mehrtägige Schneelage gegeben. Aber für den Fall dass: Die Fluglöcher sollten dann kontrolliert werden – sie müssen frei sein.

Bei schönem Wetter fliegen Wasserholerinnen, Pollen- und Propolisträger ein. Hält man das Ohr an die Beute, hört man ein ausgeglichenes, niederfrequentes Summen  - „das Kätzchen schnurrt“, ein Unterschied zu „das Kätzchen knurrt“! Stimmt etwas nicht, heulen die Bienen hochfrequent.

Hat man die Möglichkeit, die Windel zu kontrollieren, zeigt diese durch den Wabenabrieb den Sitz des Volkes, die Größe der Traube und die An- oder Abwesenheit von Varroamilben an.

Ich überwintere meine Völker einzargig auf 10 Waben (es passen 11 in die Beute, die quellen aber im Winter und man bekommt sie zur Frühjahrsdurchsicht nicht aus der Beute) und habe die Windel im Winter durchgehend eingeschoben. Zur Kontrolle reinige ich die Windel kurz, schiebe sie wieder ein und kontrolliere nach 24 Stunden. Im Februar/März sehe ich dann Abrieb unter 4 bis 5 Waben, im Idealfall keine Milbe. Sind mehr Milben vorhanden, plane ich die Ablegerbildung und Drohnenbrutentnahme schon mal vor! Varroazide gehören ab Februar nicht mehr in die Bienenstöcke.

Die Golzbeuten reduziere ich in der Regel im Brutraum auf 14 bis 16 Rähmchen - ohne Endschied, das geht gut und verursacht weniger Schimmel. Der Honigraum in der Golzbeute ist mit einer Hinterstellwand abgeschlossen.

Auswinterungsfilmchen finden sich für dann im Monat April.

 

https://youtu.be/z7viTfdx9wA  Futterkranzprobenentnahme Teil 1

 

https://youtu.be/C-dXyaKKIRM Futterkranzprobenentnahme Teil 2

 

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© Glückliche Bienen, Dr. Susanne Meuser