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Wenn bitter sich die Menschen streiten,

          mit Grösse wie mit Kleinigkeiten,
                 da weiche ich am liebsten aus
                       und flüchte mich ins Bienenhaus.
Hör ich das friedliche Gesumm,
        vergess ich Schelten und Gebrumm.
                     Und aller Krieg und Krach auf Erden
                             kann mir sogleich gestohlen werden.
                                                                                       Goethe

Was man hier findet:
Auf dieser Homepage sind Eindrücke und Lernergebnisse aus meiner Hobbyimkerei zu finden.
Ich betreibe dieses Hobby seit dem Frühjahr 2005 und lerne jeden Tag dazu. Sommer 2005 gab es Honig, der für den Familienbedarf ausreichte. Im Sommer2011 war ich mit 18 Honigvölkern und ein paar Ablegern dabei. Die Ablegerbildung 2011 war ausserordentlich erfolgreich, nur wie man unten lesen kann, wird all das trotzdem im Nichts enden.  Ich habe im Nov. 2010 angefangen, meinen Honig einmal wöchentlich, immer Samstags, 8 bis 12 Uhr, auf dem Köllerbacher Wochenmarkt anzubieten, das wird wohl, wie man aus dem unten Stehenden entnehmen kann, in 2012 vorbei sein, ich werde Honig kaufen müssen. Trotzdem:. Die Möglichkeit, hier über meine Website Honig, Met, Kerzen und Propolisprodukte zu bestellen (Rubrik Kontakt und Produkte), bleibt bestehen und für Kunden aus der nahen Umgebung Kreis Püttlingen, Riegelsberg, Heusweiler liefere ich ab fünf 500 g Gläsern auch aus. 
Jetzt steht wieder der Jahreswechsel vor der Tür und das schrieb ich 2010: Die Einwinterung in 2010 war voller Überraschungen, noch am 19. Dezember zur Oxalsäureträufelung sahen die Völker aus, wie die letzten Jahre im September, also relativ stark. Ich bin gespannt, wen ich im Frühjahr wieder begrüßen darf. Alle Völker wurden biologisch gegen die Varroa unterstützt und mit Bio-Weizensirup eingefüttert - ich habe ihnen ja schließlich den Honig weggenommen! Wie jedes Jahr bin ich gespannt, ob die Futtermenge bis Februar/März ausreicht und ob ich es wieder schaffe, die Mäuse aus den Völkern fern zu halten. Wir werden sehen.
Im Jahr 2011 Jahr sieht das etwas anders aus - DIAGNOSE FAULBRUT: Wie auch letztes Jahr habe ich meine Bienen ökologisch auf den Winter vorbereitet. Mit dem Unterschied, dass ich nach der Einfütterung dieses Jahr im August feststellen musste, dass zwei meiner 21 Köllerbacher Bienenvölker klinische Zeichen der meldepflichtigen Faulbrut zeigten. Zwei Sichtkontrollen durch Seuchensachverständige, die erste Anfang April 2011, die andere Ende Juni im Rahmen der Errichtung eines Sperrbezirkes in Köllerbach, ergaben vorher eine Gesundschreibung, nun kam das.  Nach Untersuchung und Probennahme durch den Seuchensachverständigen, der stante pedes am Sonntag gerufen am Sonntag kam, schwefelte ich beide Völker ab!
Was war geschehen?
Meine Bienen hatten in trachtloser Zeit offensichtlich nicht nur dieses Jahr eine lukrative Futterquelle bei einem Nachbarn gefunden, dessen Völker mit Faulbrut diagnostiziert waren. Eine Futterkranzprobe sollte der Sachverständige im Rahmen der Sperrbezirkuntersuchungen bei mir nicht ziehen, was dann darin endete, dass Monate später ein anderer Sachverständiger auf meine Nachricht hin (s.o.) die Klinik feststellte. Laborproben auf eigene Kosten im Bieneninstitut Hohen Neuendorf in Brandenburg ergaben, dass meine Völker mit dem Faulbruterreger EricII befallen sind. Ein hinterhältiger, kleiner Keim, der jahrelang in der Brut leben kann, ohne dass der Imker es merkt, weil die Bienen die schnell sterbenden Maden auch schnell wegräumen (Veröffentlichungen Dr. Elke Genersch, Hohen Neuendorf, z.B.  Deutsches Bienenjournal Juli 2009;  'BIENENGESUNDHEIT', Amerikanische Faulbrut: Oft anders als im Lehrbuch). Erst nach relativ langer Zeit wird die Konzentration der Keime im Volk zu groß, die Klinik bricht aus, das Volk kollabiert. Das stelle ich nun gerade fest. Amtstierärztliche Futterkranzsammelproben, dann doch endlich nach der klinischen Diagnose gezogen, ergaben eine Komplettdurchseuchung meines Standes. Am 06. Dezember war hier im Raum Saarbrücken recht angenehmes Wetter, ich träufelte also meine Bienen mit Oxalsäure. dabei fand ich ein komplett anderes Bild als im letzten Jahr. Ein Volk war vollkommen leer - nicht einmal tote Bienen waren zu finden. Die anderen Völker der 19, nach dem Abschwefeln der Völker mit klinischen Zeichen verbleibenden, sind sehr schwach, drei eigentlich gar nicht mehr vorhanden. 
Was lernen wir daraus? Futterkranzproben sind die einzige Möglichkeit, Bienen als gesund oder krank zu attestieren. Allein Sichtkontrollen für die Ausstellung von Gesundheitszeugnissen, wie es bisher praktiziert wird, verstecken kranke Völker für lange Zeit. Das wiederum bedeutet, dass Faulbrutvölker ohne Klinik verkauft, verschenkt, transportiert werden. Dass Faulbrutvölker wandern, verseuchtes Zuchtmaterial weitergegeben wird. Alles in dem schönen Glauben:"Die Völker sind ja gesund". Aber EricII braucht teilweise 5 Jahre, um klinisch zu werden - eine lange Zeit, um verbreitet zu werden. Der Keim ist also nicht von doofen Eltern, dafür sind wir  Imker bisher offensichtlich nicht die schlauesten gewesen! Ich werde nun immer Futterkranzproben einschicken und nichts mehr entgegennehmen, das nicht vorher durchs Labor gesund attestiert war.  Aus Fehlern lernt man. Man lernt auch, dass man so sauber arbeiten kann, wie man will, wenn es Nachbarn gibt, die mit der Faulbrut und anderen Bienenbelangen unverantwortlich umgehen, kann man sich nicht wehren. Noch gibt es keine Leinen für Bienen. Ich bin nur froh, dass ich bisher nur dieses Jahr zwei Völker verkauft habe und dass ich bisher nicht gewandert bin. Das, was ich bisher unwissentlich zur Verbreitung der Seuche beigetragen habe, hält sich also in engen Grenzen. Die Völker sind mit Gesundheitszeugnis, aber noch ohne Laborbefund verkauft worden. Ich hoffe, dass der, der sie gekauft hat, meinem mehrfach ausgesprochenen Rat folgt, Futterkranzproben einzusenden. Und noch was: Jeder, der Bienen hält, ist verpflichtet, den Bienenstandplatz und JEDE Veränderung dem Amtsveterinär zu melden. Eine Meldung über den Verein reicht nicht, denn nur, wenn man weiß, wo Bienen stehen, kann  man sich übergreifend um die Gesundheit kümmern! Aber wer lernt, kann auch Information weitergeben. Das werde ich mit Familie Walz wieder ab März 2012 an der VHS Püttlingen tun und dann auch im Mai 2012 allein in einem Schnupperkurs an der VHS Dudweiler versuchen:
 
Neuimkerkurs 2012 in Püttlingen, Saar
Aller guten Dinge sind drei, also machen wir auch 2012 weiter
Am 02. März 2012 beginnt an der VHS Püttlingen ein Einsteigerkurs für Natur- und Bieneninteressierte, Neuimker und solche, die es werden wollen. Der Kurs wird im Rahmen des Programms der VHS-Püttlingen (www.vhspuettlingen.de) veranstaltet.
Die theoretischen Stunden finden jeweils freitags, 18:00 – 19:30 Uhr, am 02.03./16.03./30.03./20.04./27.04./11.05./01.06. und am 15.06.2012 im Kulturbahnhof Püttlingen (Bahnhofstr. 74) statt.
Diese Seminare wird Frau Dr. Susanne Meuser, Biologin und Imkerin (www.meusersbienchen.de) halten. Die praktischen Einheiten werden Imker Reinhold Walz (Vereinsvorsitzender Püttlingen 1893) und seine Frau Christel Walz leiten. Die Praxistermine gliedern sich den Seminaren wetterbedingt nach Vereinbarung an und werden bis in den Herbst hinein stattfinden.  Der Kurs begleitet an seinen 8 Seminarterminen und 8 Theorieterminen die Bienen in  ihrer aktivsten Zeit im Bienenjahr, vom Start im Frühjahr (Auswintern), bis kurz vor Sommersonnenwende im Juni (Honigernte) und befasst sich in Theorie und Praxis auch mit den Spätsommer und Winterarbeiten des Imkers. Ganz besonderes Augenmerk wird auf ökologisch sinnvolles Arbeiten und die Bienengesundheit gelegt. Damit bekommt jeder einen Einblick in das Gefüge Imkerei und Natur und erwirbt das Wissen dafür, eigene Völker gesund einzuwintern und zu überwintern. Im Kurs wird die Möglichkeit bestehen, unter Anleitung ein Jungvolk zu ziehen, das man dann zum Abschluss gegen eine günstige Jungvolkgebühr mitnehmen kann.
Das Imkerteam freut sich darauf, sein Handwerk weiterzugeben und da die Hauptakteure Bienen sind und der Hauptschauplatz die Natur ist, wird es ganz sicher spannend. Anmeldung zum Kurs über die
VHS Püttlingen, Rathausplatz 1 (Rathaus Zi.6).
66346 Püttlingen.
Örtlicher Leiter: Michael Müller, Tel.06898/691-186.
Email: vhs@puettlingen.de. Informationen auch über Reinhold Walz, Bärenbergstr. 91, 66346 Püttlingen, Tel. 06806-44436 reinhold.walz@gmx.net und Susanne Meuser, Tel. 06806-860 227, meusers@t-online.de, www.meusersbienchen.deVHS-Dudweiler - Das Bienenprojekt
Bienen mal schnell betrachtet:
Sie haben vier Flügel, sechs Beine, einen Stachel, sind Insekten, gehören zu den Stechimmen.
Bienen mal genauer betrachtet: Sie sind DIE Natursympathieträger, die im Frühjahr für die Bestäubung unserer Kulturpflanzen sorgen, uns mit dem Nahrungsmittel Honig und den medizinisch und kosmetisch relevanten Rohstoffen Wachs, Propolis, Pollen und Gelée Royal versorgen und uns obendrein mit ihrer hohen Volkskultur als Sozialbeispiel dienen können.
Doch wie funktioniert so ein Bienenstaat, wie funktioniert das mit der Honigproduktion und warum ist die Biene nun so wichtig für uns, warum ist es so wichtig, dass wir Honigbienen halten und Wildbienen unterstützen?! Wie geht das mit der Bienenhaltung?! Auf diese Fragen soll das Bienenprojekt VHS-Dudweiler an zwei Tagen Antwort geben und in das Thema in Theorie und Praxis einen Einblick gewähren.
Termine: Theorie: 05. Mai 2012, 14-18 Uhr VHS, mit Kaffeepause Praxis  : 12. Mai 2012, 10-12:00 Uhr, Campus Universität des Saarlandes   Anmeldung über die VHS-Dudweiler,
Frau Ursula Fauth vhs-Dudweiler - Regionalverband Saarbrücken Sachbearbeitung für den Bereich Dudweiler Tel.: 06897 765866 Fax: 06897 74532 E-Mail: vhs-dudweiler@t-online.de  
Und übrigens: Im Umkreis Saarbrücken und Saarlouis komme ich auch gerne in Ihren Kindergarten und an Ihre Schule und gebe den Kindern und Jugendlichen einen Einblick in mein Hobby und/oder unsere Arbeit an der Universität und wer gerne mal mit mir an die Bienen gehen möchte, kann gerne einen Termin mit mir vereinbaren. Das tue ich auch gerne im Umkreis Saarland, dann müssen wir aber über Reisepauschalen reden :)

So, und nun freue ich mich über jeden virtuellen Besuch auf der Website oder auch den (vereinbarten) realen in meiner Hobby-Imkerei und wünsche viel Spaß beim Reinblättern auf meinen virtuellen Seiten.

Carpe diem!    

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